VIERSEN · DÜLKEN · SÜCHTELN · BOISHEIMUNABHÄNGIG. DIREKT VOR DEINER TÜR.
Dein Lokalteil.
Termine. Orte. Geschichten.

VIER ORTSGESCHICHTEN. EINE STADT.

Die Geschichte
vor deiner Tür.

Eine Schokoladenhülle aus Viersen beschäftigte Schweizer Richter. Dülken schickte Goethe Prüfungsfragen. Und in Süchteln stritten Weber darum, selbst Geschäfte machen zu dürfen. Hinter vertrauten Orten liegen Geschichten über Arbeit, Macht und die Möglichkeit, das eigene Leben zu bestimmen.

Die Geschichten lesen
04 Ortsgeschichten60 Stationen1970 eine Stadt
Fußgängerzone mit Mühlsteinbrunnen in der Viersener InnenstadtAlt-Viersen ↗
Foto: Frank Vincentz · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons
Altes Rathaus in Viersen-Dülken aus rotem BacksteinDülken ↗
Foto: Frank Vincentz · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons
Der beleuchtete Turm von St. Clemens in Süchteln bei NachtSüchteln ↗
St. Clemens, Süchteln · September 2021 · Foto: Privat
Pfarrkirche St. Peter in Viersen-BoisheimBoisheim ↗
Foto: Rudolfo42 · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

VIER ORTE. VIER ERZÄHLUNGEN.

Das war hier.
Und reicht weit hinaus.

Eine umstrittene Schokoladenhülle, eine Ärztin im Exil, eine Klinik und eine Lehrerin unter Druck: Vier Geschichten darüber, wie große Veränderungen im Leben einzelner Menschen ankamen.

NAHAUFNAHMEN

Das große Ganze
beginnt bei Menschen.

Eine Adresse, ein Beruf, ein Dokument: Diese Geschichten führen näher an den Alltag – und von einem Stadtteil in den nächsten.

Jüdisches Leben · 1897–1943

Berta und Israel Nussbaum gehörten mitten in diese Stadt

Ein Lehrer und eine Organisatorin öffentlicher Hilfe: Die Nussbaums prägten Viersens Gemeindeleben, Vereine und soziale Arbeit. Ihre Geschichte beginnt lange vor der Verfolgung – bei dem, was sie für andere taten.

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Jüdisches Leben · 1902–1952

Hochstraße 39: Was hinter dem Namen Lifges stand

Ein Textilgeschäft, ein Fotoatelier und eine Wiedereröffnung 1952. An einer Süchtelner Adresse treffen jüdisches Geschäftsleben, Verfolgung und die Geschichte der Überlebenden aufeinander.

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Zwangsarbeit · 1939–1945

Befreit, aber noch nicht zu Hause: die Festhalle 1945

Nach Konzerten fragt man hier selten nach Unterkünften. Doch im April 1945 lebten in der Festhalle Menschen, die zuvor zur Arbeit gezwungen worden waren. Ihre Geschichte verändert den Blick auf einen vertrauten Kulturort.

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Nachkriegsalltag · 1949–1950

Das kleine Haus war eine große Antwort auf die Wohnungsnot

Neun Häuser, vorgefertigte Bauteile und ein Garten für die Selbstversorgung: An der Bachstraße wurde 1949/50 ausprobiert, wie sich mit wenig Fläche und knappen Mitteln Wohnraum schaffen ließ. Die Idee kam aus Dülken.

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Gemeinsame Stadt · 1968–1970

Vier Orte bekamen eine Stadt. Zusammenwachsen mussten sie selbst.

Am 1. Januar 1970 galt ein neues Stadtgebiet. Doch Bürger gingen weiter zu vertrauten Ämtern, und Feuerwehren hatten ihre eigenen Zuständigkeiten. An diesen kleinen Fragen zeigt sich, was die große Reform praktisch bedeutete.

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Nationalismus & Erinnerung · 1934 und die Folgen

Dülkens Siegfried: Wie aus Totengedenken ein Heldenbild wurde

451 Namen erinnern an Menschen, die im Ersten Weltkrieg starben. Über ihnen steht ein Kämpfer mit Schwert: Dülkens Siegfried-Denkmal wurde 1934 mit nationalsozialistischer Propaganda enthüllt. Seine Geschichte führt zu einer politischen Lüge, zum Bildhauer Willy Meller und zu der Frage, was verantwortliches Erinnern heute verlangt.

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SPORT HAT GESCHICHTE

Das Spiel. Die Stadt. Die Menschen.

Vom selbst gebauten Trampolin bis zum Pokalduell: Entdecke acht Vereine und die Menschen hinter ihren Jubiläumszahlen.

Das Sportdossier entdecken ↗

DEINE NEUGIER GIBT DIE RICHTUNG VOR

Welche Spur
zieht dich an?

Folge einem Menschen, einem Haus oder einer Verbindung über Grenzen. Jede Geschichte beginnt mit einer Frage.

Dein Interesse
12 Geschichten · vier Ortsgeschichten

Alt-Viersen · 19. Jahrhundert–1909

Wer machte die Stoffe – und was bekamen die Menschen dafür?

Viersen wurde mit Stoffen reich. Doch wer sie herstellte, hatte wenig Einfluss auf den Preis der eigenen Arbeit. Der Streik von 70 Frauen und Männern bei Crous erzählt davon, wie Beschäftigte sich diesen Einfluss erkämpften.

Geschichte lesen ↗Etwa 3 Min.

Alt-Viersen · 1816–1855

Warum fragten preußische Minister einen Viersener nach China?

Ein Seidenunternehmer aus Viersen beriet Preußens Regierung über Geschäfte in China. Der Brief von 1843 zeigt, wie die Werkstätten am Niederrhein von europäischer Machtpolitik berührt wurden. Großbritannien hatte die Öffnung des chinesischen Marktes militärisch erzwungen.

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Alt-Viersen · 1880–1950er Jahre

Wie wird aus einem Familienladen eine Marke, die jeder erkennt?

Am Anfang steht der Laden von Maria Gertrud Kaiser in Hoser. Daraus wächst ein Filialnetz weit über Viersen hinaus. Die Geschichte führt zu Verkäuferinnen, einer lachenden Kanne und zwei Kulturorten, die du heute besuchen kannst.

Geschichte lesen ↗Etwa 6 Min.

Dülken · 1904–1984

Wie wurde Hilde Bruch aus ihrem Beruf in Deutschland gedrängt?

Sie wuchs in Dülken auf und wollte Mathematik studieren. Später machte Hilde Bruch Essstörungen einem breiten Publikum verständlich. Dazwischen lagen eine zerstörte ärztliche Existenz, die Flucht vor den Nationalsozialisten und der Neubeginn in den USA.

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Dülken · 1832–1871

Was verband Dülkens Zwirnfabrik mit England, Eisenbahnen und Banken?

Eine Fabrik braucht Maschinen. Damit sie wachsen kann, braucht sie auch Geld und Verkehrswege. Gustav Mevissen und Franz Wilhelm Koenigs verbanden diese drei Dinge – und veränderten damit Dülken.

Geschichte lesen ↗Etwa 3 Min.

Dülken · 1746–1828 · Nachleben bis heute

Wie kam Dülken darauf, ausgerechnet Goethe zu prüfen?

1828 schickte die Dülkener Narrenakademie Goethe zwei Orden und fünf Prüfungsfragen. Für die Antworten gab sie ihm acht Wochen. Goethes Reaktion ist nicht bekannt.

Geschichte lesen ↗Etwa 3 Min.

Süchteln · 1788–1938

Wie viel Freiheit hatte ein Weber, der zu Hause arbeitete?

Ein Webstuhl im eigenen Haus bedeutete noch keine Unabhängigkeit. Drei Süchtelner Webermeister wollten 1788 selbst Geschäfte machen – und gerieten darüber mit ihrem Auftraggeber aneinander. Ihr Streit erklärt, wie die Textilstadt funktionierte.

Geschichte lesen ↗Etwa 3 Min.

Süchteln · 11.–20. Jahrhundert

Warum brauchte Süchteln Mauern – und wer bestimmte im Ort?

Eine Stadt konnte mehreren Herren zugleich verpflichtet sein. In Süchteln trafen der Grundbesitz eines Kölner Klosters und Jülichs Grenzpolitik aufeinander. Diese geteilte Macht erklärt die alte Stadtform besser als eine einzelne Gründungszahl.

Geschichte lesen ↗Etwa 3 Min.

Süchteln · 1905–2025

Wie wurde aus Versorgung ein System der Verfolgung?

Eine Klinik sollte Menschen versorgen. Unter der NS-Herrschaft wurden Patienten zwangssterilisiert, verlegt und ermordet. Die Lebenswege von Walter und Else zeigen, wie eng Süchteln mit Waldniel-Hostert verbunden war – und warum diese Geschichte nicht bei einer Gedenktafel endet.

Geschichte lesen ↗Etwa 4 Min.

Boisheim · Mittelalter–20. Jahrhundert

Was ist an St. Peter alt – und was kam später dazu?

1487 steht an der Kirche. Ihr heutiger Turm stammt aus einer anderen Bauphase. Ein alter Plan macht sichtbar, wie Boisheim einen vertrauten Mittelpunkt veränderte, ohne ganz neu anzufangen.

Geschichte lesen ↗Etwa 3 Min.

Boisheim · 1840er Jahre–1920er Jahre

Warum suchte ein Boisheimer in Darmstadt nach Flechtgras?

1892 suchte Ferd. Kölges Material für Stuhlsitze – gleich einen ganzen Waggon. Seine Anzeige in einer Darmstädter Zeitung öffnet den Blick auf ein Dorf, das längst überregional Geschäfte machte.

Geschichte lesen ↗Etwa 3 Min.

Boisheim · 1933–1947

Wie machte die NSDAP aus einem Fernbleiben eine Dienstsache?

Eine Lehrerin blieb den Schulungsabenden der NSDAP fern. Die Partei reagierte mit einem Angriff auf ihre berufliche Eignung. Briefe aus Boisheim zeigen, wie politische Kontrolle bis in die Personalakte reichte.

Geschichte lesen ↗Etwa 4 Min.

VIER ORTE NEBENEINANDER LESEN

Gleiche Zeit.
Andere Geschichten.

Was geschah zur selben Zeit nebenan? Wähle Jahre und ein Thema. Die vier Zeitspuren bleiben nebeneinander.

60 Stationen in vier Orten. Die Jahreszahl einer Station entscheidet, ob sie in der Auswahl erscheint.
Alt-Viersen15 Stationen
  1. Ende des 12. Jahrhunderts · Stadtleben

    Höfe, Kirche und mehrere Siedlungen

    Der Remigiusplatz führt zum historischen kirchlichen Mittelpunkt Alt-Viersens.

  2. 1340 · später preußisches Obergeldern · Stadtleben

    Viersen gehörte zu einer anderen Landkarte

    Rintgen, Hülsdonk und der Kern um St. Remigius erinnern an Viersens mehrere Siedlungsmittelpunkte.

  3. 1713 · Stadtleben

    Viersen wird schon früh preußisch

    Die Grenzen jener Herrschaften sind im heutigen Stadtbild verschwunden; die unterschiedlichen Ortskerne blieben.

Die ganze Geschichte ↗
Dülken17 Stationen
  1. Um 1210 · Stadtleben

    Die ersten Nachrichten aus Dülken

    Alter Markt: ein guter Ausgangspunkt, um den historischen Ortskern zu lesen.

  2. 14. Jahrhundert · Stadtleben

    Markt, Münzen und die Jülicher Grenze

    Alter Markt und Befestigungsreste zeigen den Kern der früheren Markt- und Grenzstadt.

  3. 1364 · Befestigung seit 1387 belegt · Stadtleben

    Das Dülkener Ei bekommt eine Mauer

    Stadtmauer am Ostwall und an der Theodor-Frings-Allee; der Gefangenenturmgarten macht den alten Rand anschaulich.

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Süchteln14 Stationen
  1. 1116 · Stadtleben

    Süchteln taucht in den Schriftquellen auf

    Der historische Kern um St. Clemens und die Propsteistraße führt in die Gegend dieser frühen Ortsentwicklung.

  2. 1304 · Ausbau im 14. Jahrhundert · Stadtleben

    Das Kloster besitzt Land, Jülich sichert die Grenze

    Der alte Ring und das Kirchumfeld bewahren Spuren von Befestigung, geistlichem Besitz und früher Verwaltung.

  3. 1405 · Stadtleben

    Eine Stadt mit Wall und Graben

    Ostring und Westring umschließen bis heute den historischen Ortskern.

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Boisheim14 Stationen
  1. Mittelalter · 1288 oder 1304 · Glaube

    Eine Kapelle und zwei frühe Daten

    An St. Peter liegt der alte kirchliche Mittelpunkt. Die heutige Kirche entstand später als die frühe schriftlich erwähnte Kapelle.

  2. 1304 · später Amt Brüggen · Stadtleben

    Jülich und ein Kloster hatten verschiedene Rechte

    St. Peter erinnert an die kirchliche Verbindung nach Köln; sie bedeutete keine eigene klösterliche Landesherrschaft.

  3. 1487 · spätere Erweiterungen · Glaube

    1487 steht an der Nordseite

    St. Peter: Nordseite des Altbaus und Übergänge zu den späteren Teilen. Innenbesichtigungen richten sich nach dem tatsächlichen Zugang vor Ort.

Die ganze Geschichte ↗

DER GEMEINSAME WENDEPUNKT

Eine Stadt wird neu.
Vier Geschichten bleiben.

Am 1. Januar 1970 wurden Viersen, Dülken, Süchteln und Boisheim zur neuen Stadt Viersen zusammengeschlossen. Die alten Mittelpunkte blieben: Märkte, Kirchen, Höfe und die Menschen drumherum. Ihre früheren Grenzen und unterschiedlichen Wege erklären, warum jeder Stadtteil bis heute seinen eigenen Charakter hat.

Das Neugliederungsgesetz · §§ 1 und 15 ↗

DEIN ORT. SEINE SCHICHTEN.

Vier Geschichten
zum Weitergehen.

Such dir einen Stadtteil aus: Wer lebte hier? Wovon lebten die Menschen? Und was ist davon geblieben?

GESCHICHTE HÖRT DRAUSSEN NICHT AUF

Den Ort anders sehen.

Auf den Ortsseiten findest du Adressen und Hinweise für einen Besuch. Heimatvereine, Museen und Kulturinitiativen halten viele dieser Geschichten lebendig.

Orte entdecken ↗Menschen treffen, die Geschichte bewahren ↗Draußen weitergehen ↗

HIER GEHT’S WEITER

Dein nächster guter Weg.

Ein Termin führt zu einem Ort. Ein Ort zu einer Geschichte. Entdecke weiter.